10 Dinge über amerikanische Präsidenten, die Du noch nicht wusstest!

#1 George Washington hat

Whisky gebrannt

Der erste Präsident der Vereinigten Staaten, George Washington (Präsident von 1789 bis 1797), betrieb zum Zeitpunkt seines Todes eine der größten Destillerien in den USA.


Ursprünglich war Washington Farmer und Besitzer einer Getreidemühle im Bundesstaat Virginia. Von 1797 bis 1798 errichtete er eine der größten Whiskybrennereien der damaligen Epoche, die zu ihren besten Zeiten rund 40.000 Liter Whisky pro Jahr produzierte.

 

Getreidemühle im heutigen Museum, das auf dem ehemaligen Landsitz George Washingtons in Virginia errichtet wurde.

#2 Andrew Jacksons fluchender Papagei

 

Der Papagei von Andrew Jackson (siebter US-Präsident von 1829 bis 1837) soll bei der Beerdigung seines Besitzers im Jahr 1845 durch übermäßiges Fluchen und das Ausstoßen von Beleidigungen unangenehm aufgefallen sein. Sogar der leitende Pfarrer erwähnte diesen Vorfall im Nachhinein.

 

Die derbe Ausdrucksweise hatte der Papagei mutmaßlich von Jackson selbst übernommen. Dieser war nämlich für seine Vorliebe für Duelle bekannt und soll insbesondere im privaten Umgang nicht unbedingt das feinste Englisch gepflegt haben.

Andrew Jackson-Denkmal in Tennessee

# 3 Ulysses S. Grant: „Geblitzt“ mit der Pferdekutsche

 

Ulysses S. Grant (18. US-Präsident von 1869 bis 1877) wurde zur Zeit seiner Präsidentschaft von einem Polizisten angehalten, da er mit seiner Kutsche gefährlich schnell unterwegs gewesen sein soll.

 

Ein Polizist soll das Fahrzeug anschließend beschlagnahmt und einen Strafzettel an das Weiße Haus geschickt haben. Die Anekdote ist durchaus glaubwürdig, da Grant - ein ehemaliger General - oft selbst seine Kutsche durch Washington lenkte und bekannt dafür war, einen flotten Reitstil zu pflegen.

Reiterstatue von Ulysses S. Grant

#4 Alligatoren im Weißen Haus

Zur Amtszeit von John Quincy Adams (sechster US-Präsident von 1825 bis 1829) wurde zum ersten Mal ein Alligator im Weißen Haus gesichtet. Das Tier war ein Geschenk des französischen Generals Marquis de Lafayette und einige Monate lang eine der beliebtesten Attraktionen, die der Präsident gerne seinen Gästen im Weißen Haus vorzeigte. Schließlich wurde für den Alligator jedoch ein neues Zuhause gefunden.

 

Als 100 Jahre nach Adams Herbert Hoover (31. US-Präsident von 1929 bis 1933) ins Weiße Haus einzog, brachte sein Sohn gleich zwei Alligatoren mit, die von nun an munter im Amtssitz des Präsidenten herumkrabbelten.

Präsident Hoover - hier mit Hund statt Alligator

#5 Harry Trumans zweiter Vorname

 

Harry S. Truman (33. US-Präsident von 1945 bis 1953) führte ein „S.“ in seinem Namen. Allerdings hatte diese vermeintliche Abkürzung keine Bedeutung. Da Trumans Eltern sich nicht entscheiden konnten, welchen Zweitnamen sie ihrem Sohn geben sollten, entschieden sie sich kurzerhand, bei einem „S.“ zu bleiben - ein Kompromiss  zwischen den Namen seiner beiden Großväter, Anderson Shipp Truman und Solomon Young.

Harry S. Truman schreibt seinen Vornamen

 

Da „S.“ hier keine Abkürzung darstellt, gab es schon zu Lebzeiten einige Verwirrung darüber, ob ein Punkt dahinter gehöre oder nicht. Als Truman von Bundesrichter Harlan F. Stone vereidigt wurde, begann dieser die Eidesformel mit: "I, Harry Shipp Truman...", woraufhin der Präsident antwortete: "I, Harry S. Truman...".

# 6 Jimmy Carter und das UFO

Carter beschrieb das vermeintliche UFO als ein helles, nicht identifizierbares Licht und widersprach Stimmen, die behaupteten, es habe sich lediglich um den Planeten Venus gehandelt, der an dem fraglichen Abend besonders gut sichtbar war. Im Wahlkampf für das Präsidentenamt versprach er, alle Informationen, die amerikanischen Behörden über UFOs hätten, zu veröffentlichen - was er allerdings mit Hinweis auf den Schutz der nationalen Sicherheit nie in vollem Umfang tat.

James Earl "Jimmy" Carter (39. US-Präsident von 1977 bis 1981) war vor seiner Präsidentschaft Gouverneur von Georgia und dort ziemlich umstritten. Bis heute behauptet er, 1969 während seiner Zeit als Gouverneur ein UFO gesehen zu haben. Er schickte sogar einen offiziellen Bericht an das International UFO Bureau in Oklahoma City.

James Earl „Jimmy“, Carter Jr.

George W. Bush (43. US-Präsident von 2001 bis 2009) war während der Studienzeit Cheerleader an seiner Highschool. Eigentlich wollte Bush wohl immer Baseball spielen, doch reichte sein Talent  dafür einfach nicht aus. Um dem Baseballfeld dennoch nahe zu sein und seine Mitstudenten eben nicht auf dem Platz, sondern durch Anfeuern am Spielfeldrand zu unterstützen, wurde er stattdessen männlicher Cheerleader.

 

Man könnte meinen, dass Bushs Aktivitäten bei seiner Familie nicht unbedingt auf Gegenliebe stießen,  galt Cheerleading doch hauptsächlich als Mädchensache. Allerdings sollen schon Bushs Vater (41. US-Präsident von 1989 bis 1993) und sein Großvater Prescott Sheldon Bush zu ihrer Zeit in Yale Cheerleader gewesen sein.

#7 George W. Bush als Cheerleader

George W. Bush in Uniform

#8 Drei tote Präsidenten am 4. Juli

Der 4. Juli ist der amerikanische "Independence Day". Doch nicht nur das: Es ist auch der Tag, an dem bereits drei amerikanische Präsidenten gestorben sind. 1831 starb Präsident James Monroe (fünfter US-Präsident von 1817 bis 1825) . Bereits fünf Jahre zuvor waren zwei der Gründungsväter, Thomas Jefferson (dritter US-Präsident von 1801 bis 1809) und John Adams (zweiter US-Präsident von 1797 bis 1801) verstorben. Beide hatten zwar politisch sehr unterschiedliche Ideen, pflegten jedoch trotz ihrer Rivalität eine sehr enge und persönliche Freundschaft. Sie reisten gemeinsam nach Europa und schrieben sich viele Briefe, wenn sie sich mal nicht sahen.

Adams letzte Worte waren angeblich: “Thomas Jefferson still survives”, weil er dachte, der Rivale und Freund hätte ihn überlebt. Doch da lag er falsch: Jefferson war bereits fünf Stunden zuvor verstorben.

James Monroe

John Adams

Thomas Jefferson

#9 Fünf Millionen Dollar für Dein eigenes Weißes Haus

Wer an den Präsidenten der Vereinigten Staaten denkt, denkt wahrscheinlich auch an dessen Regierungssitz, das Weiße Haus. Doch welches? Aktuell gibt es neben dem Original einige bekannte Nachbauten. Eine dieser Kopien in McLean, Virginia, wurde 2011 von seinem Erbauer für knapp fünf Millionen Dollar zum Verkauf angeboten. Begründung: Nach dem Auszug seiner 15 Kinder wollte der Besitzer nicht mehr alleine in dem gigantischen Bau wohnen. Auch der Secret Service plant derzeit angeblich die Errichtung eines Nachbaus in Originalgröße, um dort Sicherheitsübungen durchzuführen.

Top Secret, Wisconsin Dells, Wisconsin

Weißes Haus bei Atlanta

Leinster House in Dublin, die Vorlage für das Weiße Haus

# 10 Es gibt nicht nur eine "Air Force One"

Die "Airforce One" ist die wohl jedem bekannte Bezeichnung für das  Flugzeug des US-Präsidenten. Doch es gibt nicht nur eine "Airforce One", wie viele glauben. Tatsächlich wird jedes Flugzeug im Besitz der amerikanischen Luftwaffe, das der Präsident betritt, "Airforce One" genannt. Jedes Luftfahrzeug des Marine Corps heißt "Marine One", jedes der US-Army gehörende Luftfahrzeug wird "Army One" genannt und zivile Luftfahrzeuge, die der Präsident besteigt, haben das Rufzeichen "Executive One".

Seit den 1990er Jahren werden übrigens zwei speziell an die Bedürfnisse des Präsidenten angepasste Flugzeuge des Typs Boeing 747-200B als "Airforce One" genutzt. Im Januar 2016 bestätigte das Pentagon einen Vertrag mit Boeing im Umfang von 25,8 Millionen Dollar zum Bau eines neuen Modells .

"Airforce One" auf dem Rollfeld